Vatikan fördert Aktionsplan gegen Menschenhandel

Der Vatikan setzt sich für eine stärkere Bekämpfung des Menschenhandels ein. Wie Radio Vatikan am Donnerstag berichtete, soll eine Gruppe von Fachleuten im November im Vatikan zusammentreffen, um einen Aktionsplan gegen Menschenhandel und moderne Formen der Sklaverei vorzubereiten. Organisatoren des Kongresses vom 2. bis zum 3. November sind die Päpstliche Akademie der Wissenschaften und die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Katholischen Medizinischen Vereinigungen. Die Zusammenkunft findet laut Radio Vatikan auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus statt.

Der Menschenhandel sei ein „schreckliches Verbrechen“ gegen die Würde des Menschen, zitierte Radio Vatikan den Kanzler der beiden Päpstlichen Akademien, Marcelo Sanchez Sorondo. Nach Ansicht einiger Beobachter sei er mittlerweile die lukrativste kriminelle Einnahmequelle geworden noch vor dem Drogen- und Waffenhandel, so Sorondo. Er verwies darauf, dass nach Angaben der UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung UNODC jedes Jahr schätzungsweise 20,9 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten müssten. Zwei Millionen würden Opfer sexueller Ausbeutung. 20.000 Personen fielen jährlich dem Organhandel zum Opfer.

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