Proteste in Argentinien gegen Kirchner

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In Argentinien haben am Donnerstagabend (Ortszeit) landesweit zehntausende Menschen gegen die Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Die Proteste richteten sich vor allem gegen die Einschränkungen von persönlichen Freiheiten, gegen Korruption, Inflation und Unsicherheit. Zudem wandten sich die Kundgebungen gegen eine Verfassungsänderung, die eine weitere Wiederwahl der Staatschefin bei den Wahlen 2015 ermöglichen soll.

Staatliche Unterstützungen wurden gestrichen

In Buenos Aires versammelten sich Demonstranten unter anderem vor dem Regierungspalast Casa Rosada und auf dem Platz der Republik. Sie zogen mit Transparenten durch die Straßen, sangen die Nationalhymne und schlugen auf Töpfe und Deckel. Argentinier im Ausland schlossen sich den Protesten. Auch vor Konsulaten und Botschaften in New York, Washington, Rom, London und Sydney gab es Kundgebungen.

Cristina Kirchner war vor einem Jahr mit 54 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Kurz darauf strich sie verschiedene staatliche Unterstützungen und schränkte den Devisenhandel und Importgeschäfte ein, um eine Devisenflucht zu verhindern. Die Beliebtheit der Staatschefin ist seither stark gesunken; derzeit liegt sie bei rund 30 Prozent. Bereits Mitte September kam es zu einer ersten massiven Kundgebung gegen die Regierung.

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