Kolumbien: Frieden in Sicht?

18.07.2013 - Bogotá

Der seit 1964 andauernde Konflikt zwischen Regierung und Rebellen ist laut der Rebellengruppe FARC fast beigelegt. Die letzten Friedensverhandlungen seien seit November in vollem Gange und ein friedliches Abkommen in Sicht. Das sagte der Verhandlungsführer der FARC, Ivan Marquez. Marquez warnte jedoch vor einer „Eile der Regierung“. Der FARC-Sprecher sagte gegenüber dem kolumbianischen Fernsehen, dass ein unzureichendes Abkommen schlechter sei als ein Krieg selbst. Beide Seiten hätten sich bereits bezüglich der Agrarreform geeinigt. Die wesentlich heikleren Teile der Gespräche seien die Frage um die Entwaffnung der FARC sowie die „Umwandlung“ der Gruppe zu einer rein politischen Partei. Diese Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, so Marquez.

Indes haben rund 30 Kämpfer der kolumbianischen Guerilla-Organisation ELN symbolisch ihren Willen zum Frieden demonstriert und ihre Waffen an die Behörden übergeben. „Heute ist ein wichtiger Tag. Wir haben der Übergabe der Waffen einer ganzen Struktur der ELN beigewohnt.“ Dies sei die größte Demobilisierung, die diese Organisation bislang unternommen habe, sagte Staatspräsident Juan Manuel Santos zu der Aktion der ELN-Rebellen.

(KNA/rv)

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