EU erhöht Hilfe für Sudan und Südsudan um 30 Millionen Euro

13.12.2012 - Brüssel

Die Europäische Union erhöht ihre finanzielle Hilfe für Sudan und Südsudan um 30 Millionen Euro. Das Geld solle vor allem für die Verbesserung der Situation der Flüchtlinge verwendet werden, wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Durch den Konflikt in der Grenzregion seien mehr als 210.000 Menschen zu Flüchtlingen geworden, außerdem gebe es weitere 650.000 Binnenvertriebene. Besonders kritisch sei die Lage in den umkämpften Provinzen Süd-Kordofan und Blauer Nil sowie den auf südsudanesischer Seite angrenzenden Regionen.

4,7 Millionen Menschen hungern

Durch die Flüchtlingswellen ist die Zahl der Hungernden den Angaben zufolge in diesem Jahr auf 4,7 Millionen gestiegen. Überfüllte Flüchtlingscamps führten außerdem zur Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera oder Malaria. Die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva appellierte an die sudanesische Regierung, Hilfsorganisationen uneingeschränkt Zugang zu den Krisenregionen zu ermöglichen.

Für humanitäre Hilfe im Sudan und Südsudan hat die EU-Kommission nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 157 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld werde unter anderem für die Verteilung von Lebensmitteln, die Bereitstellung von Unterkünften sowie den Zugang zu Gesundheitsversorgung verwendet.

© KNA