EU-Parlament fordert härtere Strafen für Menschenhändler

Das Europäische Parlament verlangt härtere Strafen für Menschhändler und einen besseren Schutz für ihre Opfer. Dafür verabschiedeten die Parlamentarier am Mittwoch in Straßburg einen Aktionsplan für den Zeitraum von 2014 bis 2019 mit Maßnahmen zur Bekämpfung von organisiertem Verbrechen, wie das Parlament am Mittwoch mitteilte. Demnach sollen Menschenhandel und Zwangsarbeit in den kommenden Jahren verstärkt und direkt an Ort und Stelle bekämpft werden.

Der jährliche Ertrag aus dem Menschenhandel wird auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Diese Form der Kriminalität betreffe alle EU-Länder, so die Abgeordneten. Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt die Gesamtzahl der Zwangsarbeiter in den EU-Mitgliedstaaten auf 880.000. Davon sind schätzungsweise 270.000 Opfer sexueller Ausbeutung.

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