CIDSE: Unternehmen müssen Menschenrechte achten

05.03.2013 - Brüssel

Katholische Hilfswerke fordern von Unternehmen in Entwicklungsländern ein Ende von Menschenrechtsverletzungen. „Es ist unakzeptabel, dass Gesundheit, Wohlbefinden und Menschenleben wegen unternehmerischer Interessen riskiert werden“, kritisierte der Generalsekretär des Dachverbandes für kirchliche Entwicklungshilfe CIDSE, Bernd Nilles, am Dienstag in Brüssel. Staaten und Unternehmen müssten Menschenrechte schützen und respektieren.

Mittels einer neu entwickelten Handreichung sollten Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika ermutigt werden, die vom UN-Menschenrechtsrat erlassenen Leitlinien zu Menschenrechten und Unternehmensführung anzuwenden, so Nilles weiter. In Honduras etwa seien erst vor einigen Wochen ungestraft zwei Morde an Kleinbauern verübt worden; die Täter hätten in Verbindung zu Unternehmensinvestments gestanden.

Der Erzbischof von Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, Francois-Xavier Maroy Rusengo , begrüßte die CIDSE-Handreichung gegen Menschenrechtsverletzungen von Unternehmen. „Politiker und Unternehmensverantwortliche müssen mehr Gerechtigkeit üben“, forderte er. „Wir stehen an der Seite derer, die unter dem globalen Kapitalismus leiden.“ Im Dachverband CIDSE sind katholische Entwicklungsorganisationen aus Europa und Nordamerika zusammengeschlossen.

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