Bischofskonferenz veranstaltet in Rom Tagung über Evangelikale

08.04.2013 - Rom/Bonn

Die Deutsche Bischofskonferenz organisiert in Rom eine internationale Tagung über neue religiöse Bewegungen. Zu der Konferenz mit dem Titel „Evangelikale – Pfingstkirchen – Charismatiker“ werden von Dienstag bis Donnerstag rund 80 Teilnehmer aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa erwartet, wie die Bischofskonferenz am Montag in Bonn auf Nachfrage mitteilte. Eröffnet wird das Treffen vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der die Kommission Weltkirche in der Bischofskonferenz leitet.

Die Tagung will sich nach Veranstalterangaben mit den neuen religiösen Bewegungen als Herausforderungen für die katholische Kirche befassen. Ziel seien „konkrete Handlungsorientierungen und pastorale Konzepte“ für Ortskirchen. In Rom sollen auch die Ergebnisse von vier im Auftrag der Bischöfe erstellten Länderstudien zu neuen religiösen Bewegungen präsentiert werden. Vortragende sind unter anderem der vatikanische Ökumenebeauftragte Kardinal Kurt Koch und der US-amerikanische Religionssoziologe Philip Jenkins.

Ferner referieren bei der Tagung die Sozialwissenschaftler Karl Gabriel und Detlef Pollack aus Münster sowie der in Rom lehrende Bonner Religionswissenschaftler Michael Fuss. Die Bischofskonferenz ist weiter durch ihren stellvertretenden Vorsitzenden Norbert Trelle aus Hildesheim und den Münchner Weihbischof Bernhard Haßlberger vertreten. Auch der deutsche Bischof Norbert Klemens Strotmann Hoppe aus Peru nimmt an der Konferenz teil.

Evangelikale Bewegungen, Pfingstkirchen und Charismatiker haben in den vergangenen Jahren einen enormen Zulauf. Das weltweite Wachstum des Christentums geht maßgeblich auf diese Bewegungen zurück. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf rund 400 Millionen geschätzt. Besonders stark sind sie in Lateinamerika vertreten.

© KNA

Information

Weiterführende Informationen und Studien zur Konferenz „Evangelikale – Pfingstkirchen – Charismatiker“ finden Sie hier:

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