Bündnis fordert mehr Geld für weltweite Aids-Bekämpfung

10.12.2012 - Berlin

Das „Aktionsbündnis gegen Aids“ fordert von Deutschland mehr Geld für die internationale Aids-Bekämpfung. Im weltweiten Kampf gegen die Krankheit müsse die Bundesrepublik mit einem Betrag von 400 Millionen Euro einen „fairen“ Preis zahlen, hieß es auf einer Tagung am Montag in Berlin. Nur so könnte der weltweite Zugang von HIV-Infizierten zu lebensnotwendigen Medikamenten gesichert werden. Die Konferenz fand anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Bündnisses statt. Ihm gehören mehrere kirchliche Hilfsorganisationen sowie katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen an.

Das Bündnis kritisierte die Entscheidung der Bundesregierung, im Haushalt 2013 Mittel für die Entwicklungsarbeit zu kürzen. Darunter leide auch die Behandlung der HIV-Kranken in benachteiligten Ländern. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Gudrun Kopp, verteidigte die Maßnahme. Bis 2016 seien 200 Millionen Euro pro Jahr im Kampf gegen Aids gesichert, sagte sie auf der Konferenz. Weltweit gesehen sei die Bundesrepublik der drittgrößte Geldgeber. Auch Wissenschaft und Forschung würden in diesem Bereich gefördert. Nach Angaben der UN leben derzeit rund 34 Millionen Menschen mit HIV. Acht Millionen Betroffene hätten Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten.

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