Ukrainische Kirche ruft zu Friedensgebeten auf

  • Kriege und Konflikte - 03.12.2018

Angesichts der militärischen Konfrontation mit Russland ruft die mit Rom verbundene griechisch-katholische Kirche der Ukraine zu Friedensgebeten auf. Zugleich verurteilten die Bischöfe zum Abschluss ihrer Vollversammlung am Wochenende die „Aggression von Seiten der Russischen Föderation“ gegen drei ukrainische Marineboote.

Die internationale Gemeinschaft rufen sie auf, sich um die Freilassung der ukrainischen Marinesoldaten zu bemühen, die vor einer Woche vom russischen Grenzschutz verhaftet worden waren.

„Der aktuelle Angriff von Seiten Russlands hat gezeigt, dass die Gefahr für unsere staatliche Unabhängigkeit und territoriale Integrität nicht vorbei ist, sondern sich bisweilen sogar verschärft hat“, so die Bischöfe. Die ukrainischen Soldaten bräuchten „immer das größte Geschenk, das wir alle ihnen machen können – unsere solidarische Unterstützung, unsere Gebete und unser Fasten“. Die ukrainischen Politiker sollten geschlossen die staatliche Unabhängigkeit schützen und das Leid der Menschen nicht für kurzsichtige eigene Vorteile missbrauchen.

Ukraine

Psychologin Mascha arbeitet in der Pufferzone an der Grenze zwischen der Ukraine und den Separatistengebieten im Donbass.

 


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Wörtlich schreiben die Bischöfe: „Das ukrainische Volk hat das Recht und die heilige Pflicht, sein Vaterland zu verteidigen.“ Die Bürger sollten Ruhe bewahren und Verständnis für Beschränkungen in ihrem Alltag aufbringen. Etwa zehn Prozent der Ukrainer gehören der griechisch-katholischen Kirche an.

Russische Grenzschutzbeamte hatten zuletzt mit Gewalt drei ukrainische Marineboote gekapert und deren Besatzungen festgenommen. Die Schiffe wollten durch die Meerenge von Kertsch vom Schwarzen Meer in das Asowsche Meer einlaufen. Darauf hatte Kiew für einen Monat das Kriegsrecht über Teile der Ukraine verhängt.

© KNA