Misereor kritisiert Verzögerung bei Kohlebericht

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  • Klimawandel - 27.11.2018

Das Hilfswerk Misereor übt im Vorfeld der Weltklimakonferenz harsche Kritik an der Bundesregierung. Deutschland werde seiner globalen Verantwortung „einmal mehr“ nicht zeitnah gerecht, sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Dienstag in Aachen.

Am Vortag war bekannt geworden, dass die Kohlekommission ihren Bericht erst im kommenden Frühjahr vorlegen wird; dementsprechend wird die Bundesregierung auf der Klimakonferenz im polnischen Katowice keinen Ausstiegsplan aus der Kohleverstromung vorlegen.

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Misereor kritisiert den Zwischenbericht der Kohlekommission als zu kurz gedacht.


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Es brauche jedoch konkrete und verbindliche Pläne, betonte Spiegel. Deutschland werde das Klimaschutzziel 2020 verfehlen, der Klimaschutzplan 2050 sei nicht ausreichend und nun bleibe offen, wie der Kohleausstieg in Deutschland gestaltet werden solle. Dieser sei „einer der zentralen Hebel“ für den Klimaschutz, mahnte der Experte. Es gehe nicht nur um ein Enddatum; zudem brauche es Vorschläge zur Veränderung der Energiewirtschaft und zur sozialen Verträglichkeit dieses Wandels.

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