Mexikos Bischöfe fordern Landsleute zur Hilfe für Migranten auf

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  • Mexiko - 09.11.2018

Mexikos katholische Kirche fordert Solidarität mit den Tausenden Migranten aus Mittelamerika. „Diese Menschen kommen ja nicht aus Spaß, sondern weil sie in einer Notlage stecken“, sagte Weihbischof Alfonso Miranda (52), Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, am Freitag im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

„Wir müssen unsere Herzen und Augen öffnen und unsere Hände zur Hilfe reichen. Das ist eine Aufgabe für alle Katholiken in Mexiko.“ Es gebe jedoch auch Menschen, die die Karawane in Richtung USA mit Sorge beobachteten, räumte Miranda ein. „Sie haben Angst um ihre Arbeitsplätze und fürchten sich vor mehr Kriminalität. Diese Ängste müssen wir ernst nehmen.“ Man dürfe zudem nicht vergessen, dass es ohnehin schon viele hilfsbedürftige Mexikaner gebe.

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der von „Terroristen“ spricht, die sich unter die nahenden Migranten gemischt hätten, sagte der Bischof: „Ich glaube, dass es in diesem Treck Leute mit verschiedenen Absichten gibt. Es wird sehr viele anständige Menschen mit guten Absichten geben. Aber wir wissen nicht, wer die Gruppe anführt und welche Interessen damit verfolgt werden.“ (KNA)