Äthiopien bekommt erste Präsidentin

  • Äthiopien - 25.10.2018

In Äthiopien ist die Diplomatin Sahle-Work Zewde am Donnerstag als erste Frau in das Präsidentenamt gewählt worden. Wie die Wochenzeitung „Addis Fortune“ berichtet, wurde Sahle-Work vom Parlament in Addis Abeba einstimmig als Nachfolgerin des letzte Woche zurückgetretenen Mulatu Teshome bestimmt.

Beobachter beschreiben die 68-Jährige als „erfahrene Diplomatin“, die unter anderem als Äthiopiens Botschafterin in Senegal, Dschibuti und Frankreich tätig war. Zuletzt fungierte sie in der Rolle einer Untergeneralsekretärin als UN-Vertreterin vor der Afrikanischen Union (AU).

Menschenrechte - 24.10.2018

Trotz des neuen Friedensabkommens mit Äthiopien hat sich die politische Situation in Eritrea nicht verbessert. Zu dieser Einschätzung kommt der eritreische Pfarrer Mussie Zerai in einem offenen Brief, aus dem der vatikanische Pressedienst Fides am Mittwoch zitierte.


Artikel lesen

Kardinal Souraphiel zu Frieden zwischen Äthiopien und Eritrea

Kardinal Berhaneyesus Souraphiel zu Gast im Monat der Weltmission.

Claudia Zeisel

In ihrer Antrittsrede vor dem Parlament habe die Politikerin Berichten zufolge zu Frieden in ihrer ostafrikanischen Heimat aufgerufen. Äthiopien zählt zu den am schnellsten wachsenden Ländern auf dem afrikanischen Kontinent, jedoch erschütterten in den vergangenen Jahren ethnische Auseinandersetzungen immer wieder die Stabilität. Ende September starben mindestens 44 Menschen bei Gefechten im Westen des Landes. 1,4 Millionen Äthiopier sollen dieses Jahr aufgrund innerstaatlicher Konflikte auf der Flucht sein.

Das Präsidentenamt ist in Äthiopien vorwiegend mit zeremoniellen Aufgaben verbunden; die politische Macht liegt bei Ministerpräsident Abiy Ahmed. Jedoch lobten Entwicklungsorganisationen zuletzt dessen Vorstoß, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Vergangene Woche kündigte Abiy ein neues Kabinett an, das zur Hälfte aus Frauen besteht.

© KNA

Dossier

Am Sonntag begehen Missio München und Missio Aachen den Sonntag der Weltmission. Im Mittelpunkt der Solidaritätsaktion steht Äthiopien.


Zum Dossier