Europapolitiker fordert Öffnung des Handels mit Afrika

  • Fairer Handel - 09.08.2018

Der Europapolitiker Elmar Brok (CDU) will den Handel mit Afrika unter anderem dadurch intensivieren, dass die Afrikaner in die Lage versetzt werden, mit ihren Produkten europäische Standards zu erfüllen. Dies sei bislang ein Handelshindernis, sagte er am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin.

Fairer und guter Handel seien entscheidende Punkte für bessere Lebensbedingungen in Afrika, so Brok. Solche Maßnahmen sorgten zudem für weniger Migration. Der CDU-Politiker forderte europäische Unternehmen zu größerer Investitionsbereitschaft auf. Als Beispiel nannte er, dass er bei seinem jüngsten Afrika-Besuch überwiegend Fahrzeuge der Marke Toyota gesehen habe. Dies liege daran, dass dieses Unternehmen ein flächendeckendes Werkstattnetz aufgebaut habe. Ähnliche Investitionen europäischer Firmen gebe es nicht.

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Einem intensiveren Handel mit Afrika stünden derzeit auch noch rechtliche Hindernisse entgegen. Brok: „Wir müssen in der Welthandelsorganisation endlich die Beschlüsse fassen, die auch afrikanischen Staaten entsprechend die Öffnung ermöglicht.“

Brok unterstützte damit Forderungen von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) für mehr wirtschaftliches Engagement Deutschlands in Afrika. Müller hatte erklärt, der Kontinent könne eine große Dynamik entwickeln. Zugleich appellierte der CSU-Politiker an die Europäische Union, ihre Märkte für landwirtschaftliche Produkte aus Afrika zu öffnen.

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