Seit Jahresbeginn 1.500 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

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  • Flucht und Asyl - 27.07.2018

Im Mittelmeer sind seit Jahresbeginn mehr als 1.500 Menschen ertrunken oder verschollen. Diese Zahl gab die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf bekannt.

Demnach starben auf der zentralen Mittelmeerroute nach Italien und Malta 1.111 Menschen; auf dem Weg nach Spanien waren es 304, in den Gewässern vor Griechenland und Zypern 89. Gemessen an der stark zurückgegangenen Zahl der Ankünfte sei 2018 eines der tödlichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen, so die UN-Organisation.

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Insgesamt 55.000 Personen – die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr und etwas mehr als ein Fünftel gegenüber 2016 – gelangten seit Jahresbeginn als illegale Einwanderer auf dem Seeweg nach Europa. Von ihnen wurden rund 21.000 in Spanien registriert, 18.130 in Italien und schätzungsweise 240 in Malta. Griechische Häfen nahmen 15.530 Migranten auf, Zypern knapp 110.

Die zentrale Mittelmeerroute bleibt damit der bei weitem tödlichste Überfahrtsweg: Auf 10.000 Gerettete kommen 605 Ertrunkene. Demgegenüber verzeichnete die westliche Route nach Spanien 145 Tote auf 10.000 Gerettete; im östlichen Mittelmeer liegt die Quote bei 57.

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