Missio München ruft zur Hilfe gegen Dürre in Westafrika auf

  • Burkina Faso - 23.07.2018

Missio München hat zur Hilfe gegen eine schwere Dürre in Westafrika aufgerufen. „Unsere Partner aus Burkina Faso haben sich an Missio München gewandt – ihr Hilfeschrei darf nicht verhallen,“ betonte Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von Missio München.

„Wir haben im Land ein Getreide-Defizit von 500 Tonnen. Um einer humanitären Katastrophe vorzubeugen, müssen sofort dringende Nothilfen eingeleitet werden“, warnte der Missio-Partner Abbé Adelphe Rouamba aus der Diözese Kaya in Burkina Faso. Notlieferungen von Nahrungsmitteln seien dringend nötig. In Getreidebanken müsse Saatgut für Mais und Sorghum-Hirse eingelagert werden, damit die Felder bald wieder bepflanzt werden können und die nächste Ernte besser ausfällt.

Das Leid der Kinder mitansehen zu müssen, sei unerträglich, so Abbé Rouamba weiter. „Diese Kinder werden in eine Welt ohne Nahrung hineingeboren“. Neugeborene Kinder und ihre Mütter seien besonders betroffen. In der ganzen Sahelzone, also in Ländern wie Burkina Faso, Mali und dem Niger, sind laut Berichten der Vereinten Nationen sechs Millionen Menschen von Dürre und Hungersnot bedroht.

Im Mai 2018 hatte der burkinische Landwirtschaftsminister Joseph Ouédraogo laut Missio München die Welt um Hilfe gebeten. Wie das Hilfswerk berichtet, haben nicht nur die wenigen Regenfälle, sondern auch Angriffe von Schädlingen die Ernten zerstört. Hinzu kämen kriegerische Konflikte in der Region, wie etwa im Norden Nigerias, verursacht durch die Islamistengruppe „Boko Haram“, oder im Sudan. Deshalb hätten ganze Dorfgemeinschaften fliehen müssen. Ihre Felder hätten sie zurückgelassen, sodass diese brachlägen. Nomadenvölker suchten verzweifelt nach Weidegründen und Wasserstellen für ihre Herden.

© Missio München/cze