Katholischer Priester in Kamerun getötet

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  • Kamerun - 23.07.2018

Im Südwesten Kameruns halten die Unruhen weiter an. In der Nähe der Provinzhauptstadt Buea wurde ein katholischer Priester getötet, wie Radio France Internationale (RFI) am Montagmorgen berichtete.

Nach Informationen des Generalvikars der Diözese Buea, Asek Bernard, habe der ermordete Priester Alexander Sob am Freitagabend gemeinsam mit Freunden seine Familie in Muyuka besuchen wollen. Mitten im Zentrum sei das Auto gestoppt worden, Unbekannte hätten auf die Insassen geschossen. Der Priester starb im Krankenhaus. Noch sei unklar, ob der Angriff ihm gegolten habe oder ob er zufällig zum Opfer geworden sei.

Kamerun - 19.07.2018

In Kamerun wird im Herbst ein neuer Präsident gewählt. Trotz des blutigen Konflikts zwischen den englischsprachigen Regionen und der frankophon dominierten Zentralregierung spricht Vieles dafür, dass Präsident Paul Biya wiedergewählt wird. Doch der Unmut wächst.


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Der Südwesten Kameruns, wo etwa 20 Prozent der Bevölkerung leben, ist englischsprachig, während die Mehrheit des Landes französischsprachig ist. Zahlreiche anglophone Kameruner fühlen sich seit Jahren von der Zentralregierung in Yaounde benachteiligt. Seit Herbst 2016 nehmen die Proteste gegen die aus ihrer Sicht „französische Dominanz“ und für einen unabhängigen Südwesten zu.

Die katholische Kirche versucht, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Seit dem vergangenen Jahr sind mehr als 21.000 Menschen ins Nachbarland Nigeria geflohen. 160.000 weitere Personen sind Binnenflüchtlinge. Es ist unklar, wie viele Menschen in dem Konflikt bereits ums Leben gekommen sind.

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