Kongos Kirche hält an Wahlen fest

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  • Demokratische Republik Kongo - 03.07.2018

Die Kirche in der Demokratischen Republik Kongo fordert die Umsetzung der für dieses Jahr geplanten Präsidentschaftswahlen. In der Schlussbotschaft ihrer Versammlung bekräftigen die Bischöfe des Landes laut Vatican News, dass für glaubwürdige Wahlen am 23. Dezember jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden müssten. Nur so könne ein effektiver demokratischer Wechsel im Land gewährleistet werden.

Zu den ermutigenden Zeichen gehöre die Einrichtung eines Wahlregisters, wenn dies auch noch nicht abgeschlossen sei, heißt es. Auch die teilweise Umsetzung geplanter Maßnahmen für ein politisches Klima der Entspannung nach den Auseinandersetzungen der letzten zwei Jahre und die schwachen Öffnungen für ein Recht auf Demonstration seien positiv.

Es gebe jedoch nach wie vor Bedenken wegen der allgemeinen politischen Lage im Land. Dazu gehörten der Konflikt zwischen Präsident Joseph Kabila und der Opposition, Chaos und weit verbreitete Gewalt durch bewaffnete Gruppen, aber auch die Abwesenheit des Staates in weiten Landesteilen.

Demokratische Republik Kongo - 23.02.2018

Kongos Präsident Kabila will der Macht nicht weichen. Seine reguläre Amtszeit endete 2016, bereits zwei Mal wurden die Wahlen verschoben. Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Besonders die Katholiken des Landes mobilisieren zum Widerstand.


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Daher bitten die Bischöfe Präsident Kabila, auf die Wünsche des kongolesischen Volkes zu hören und auf die volle Einhaltung der Verfassung und des sogenannten Silvester-Abkommens zu achten. Das Abkommen war mit der Vermittlung der Kirche am 31. Dezember 2016 unterzeichnet worden und sollte Wege aus der politischen und institutionellen Krise aufzeigen. Zur Krise geführt hatte die Frage einer erneuten Amtszeit Kabilas als Präsident, die einen Verstoß gegen die Verfassung bedeutete.

Die kongolesische Bevölkerung rufen die Bischöfe dazu auf, auch weiterhin glaubwürdige Wahlen zu verlangen und weder Angst noch Resignation oder Gewalt nachzugeben.

© Vatican News/cze