Missio fordert theologische Debatte über Flucht

  • Migration und Integration - 19.06.2018

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am Mittwoch fordert das katholische Hilfswerk Missio Aachen eine breitere theologische Debatte zu Flucht und Migration. Ohne eine theologische Reflexion bleibe die öffentliche Diskussion oberflächlich, sagte der Präsident des internationalen Missionswerks, Klaus Krämer, am Dienstag in Aachen.

Missio Aachen veröffentlichte dazu das Buch „Migration und Flucht. Zwischen Heimatlosigkeit und Gastfreundschaft“. Theologen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa gehen in dem Band auf Fluchtursachen in ihren Heimatländern und Auswirkungen der Wirtschaftslage auf Migration ein, wie es hieß.

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Migration – ein Stichwort das mit vielen kontroversen Debatten verknüpft ist: Debatten um Asylpolitik, Bleiberecht, Flüchtlingsschutz und vieles mehr. Die Kirche ist in diesen Auseinandersetzungen nicht neutral. Sie mischt sich ein und ergreift Partei für diejenigen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen.


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Die Beiträge zeigten, dass Migration schon immer untrennbar mit der Geschichte der Menschheit verbunden sei, sagte Krämer. Erzählungen von Migrationserfahrungen seien in den Heiligen Schriften aller Religionen grundlegend. Für die Debatte in Deutschland sollte das Potenzial von Religion für die Lösung von Konflikten stärker genutzt werden.

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