Priester sammeln Millionen für Auslandskollegen

  • Partnerschaft - 12.06.2018

Rund 1,7 Millionen Euro haben Priester in Deutschland im vergangenen Jahr für ihre Amtskollegen in Afrika und Asien gesammelt. Dies ist das Ergebnis der Solidaritätsaktion „Priester helfen einander in der Mission“ (PRIM), wie das Internationale Katholische Missionswerk Missio München am Dienstag mitteilte.

Demnach erhielten laut dem aktuellen Rechenschaftsbericht von Missio und der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte in Deutschland 8.630 Priester in 25 Ländern eine einmalige Unterhaltshilfe von 200 Euro.

„Fortdauernde Hungerkrisen und politische Konflikte stellen viele Länder, in die die Gelder fließen, vor große Herausforderungen“, erklärten Missio-Präsident Wolfgang Huber und Ludwig Waldmüller, PRIM-Beauftragter der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte in Deutschland. Sie verwiesen auf das Beispiel Äthiopien. Dort hätten Priester zu wenig Geld, um sich selbst zu versorgen, geschweige denn, um den Armen zu helfen. Der Koordinator für die pastorale Arbeit des äthiopischen Vikariats Hosanna, Abba Zemede Ashebo, betonte, die PRIM-Hilfe sei über die materielle Unterstützung hinaus ein Zeichen der Solidarität. „Mehr noch: Sie steht für eine bessere Zukunft.“

© KNA

PRIM

1971 hatte der Aachener Priester Heinrich Hillers die Idee, durch einen freiwilligen Beitrag aus seinem Gehalt Priestern in den ärmsten Ländern Afrikas und Asiens zu helfen. Heute betreut die Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte gemeinsam mit Missio die Aktion PRIM, kurz für Priester helfen einander in der Mission. In jeder Diözese gibt es einen PRIM-Sprecher aus dem Kreis der Priesterräte. Missio verwaltet die Spendengelder und prüft die Anträge der Partner.

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