Familien verklagen EU wegen Klimapolitik

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  • Klimawandel - 24.05.2018

Mit einer Klage gegen die Europäische Union wollen mehrere Familien eine bessere EU-Klimapolitik erreichen. Die Kläger werfen der EU vor, dass die Klimaziele bis 2030 unzureichend sind und damit ihre Grundrechte verletzt werden, wie die Umweltorganisation Germanwatch am Donnerstag in Bonn mitteilte.

Die zehn Familien aus EU-Staaten sowie aus Kenia und Fidschi seien alle von den Folgen des Klimawandels bedroht, darunter auch eine Familie, die auf der Nordseeinsel Langeoog lebe.

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Deutschlands Glaubwürdigkeit in Sachen Klimaschutz hat deutlich Federn gelassen, beklagt Misereor-Referentin Kathrin Schroeder. Sie begleitete in Bonn die Konferenz zur Vorbereitung auf den nächsten großen Weltklimagipfel in Kattowitz.


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Die Klage richtet sich den Angaben nach gegen den Europäischen Rat und das Parlament. Sie sei auf EU-Ebene bisher einzigartig. Mit der Klage solle erreicht werden, dass die Emissionen deutlicher gesenkt und die Klima- und Energieziele für 2030 verbessert werden. Die Kläger beriefen sich darauf, dass ihre Grundrechte, wie das Recht auf Leben und Gesundheit oder auf das Wohl der Kinder, durch die aktuelle Klimapolitik der EU gefährdet seien.

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