Kirche grüßt Muslime zum Beginn des Ramadan

  • © Bild: KNA
  • Interreligiöser Dialog - 16.05.2018

Zum Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan hat Papst Franziskus muslimischen Gläubigen einen besonderen Gruß ausgesprochen. „Möge diese besondere Zeit des Gebets und des Fastens helfen, auf Gottes Weg, der ein Weg des Friedens ist, zu bleiben“, sagte das Kirchenoberhaupt zum Abschluss seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz.

Auch die deutschen Bischöfe erinnerten in ihrem Grußwort an alle Muslime in Deutschland an die ungeteilte Würde aller Menschen weltweit. „Es darf keinen Ort geben, an dem die menschliche Würde nicht respektiert wird“, schrieb der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in der am Dienstag in Bonn veröffentlichten Botschaft.

Dossier

Unterschiedliche Kulturen, Nationen und Religionen leben heute Tür an Tür. Die Kirche sieht dies als Bereicherung, denn die Verständigung mit Gläubigen anderer Religionen ist zentraler Bestandteil ihrer Sendung.


Zum Dossier

Dabei spiele es keine Rolle, ob ein Mensch zur gleichen Religionsgemeinschaft gehöre, so Marx weiter: „Denn es sind zwar nicht alle Religionen gleich, aber allen Menschen, ob sie an Gott glauben oder nicht, hat er die gleiche Würde zuerkannt.“ Daher sei es die Aufgabe der Gläubigen, sich dafür einzusetzen, „dass die Menschheit sich als eine Familie von Gottes Geschöpfen begreift und wir einander gegenseitig achten und ehren“. Das sei der Weg des Friedens, „nach dem sich die Menschen weltweit heute vielleicht mehr denn je sehnen“.

Durch Einladungen zum Fastenbrechen biete sich auch Christen die Gelegenheit, am „Reichtum ihrer Spiritualität“ teilzunehmen. Die gemeinsame Begegnung und Feier solle eine willkommene Gelegenheit sein, Freundschaften zu schließen und zu vertiefen, so der Kardinal.