Claudia Lücking-Michel übernimmt AGEH

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  • Verbände - 04.05.2018

Die CDU-Politikerin Claudia Lücking-Michel (56) hat am Freitag ihr Amt als neue Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) angetreten. Sie folgt auf den langjährigen Geschäftsführer Michael Steeb, der laut AGEH nach 18 Jahren in den Ruhestand tritt.

Lücking-Michel gehörte von 2013 bis 2017 als Bonner Abgeordnete dem Bundestag an. Bei der Wahl im September verpasste die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) den Wiedereinzug ins Parlament.

Lücking-Michel kenne die Arbeit aus ihrer Tätigkeit als Vorstandsvorsitzende des Entwicklungsdienstes sehr gut, so die AGEH. Vor ihrer Parlamentszeit war sie Generalsekretärin des katholischen Begabtenförderungswerkes Cusanuswerk und Leiterin der Bildungsabteilung beim katholischen Entwicklungshilfswerk Misereor.

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick würdigte anlässlich eines Gottesdienstes in Köln die Arbeit des bisherigen Geschäftsführers, Michael Steeb, und übermittelte Nachfolgerin Claudia Lücking-Michel seine Segenswünsche. Die AGEH sei aktiv im Versöhnungs- und Friedensdienst sowie für Entwicklungsarbeit auf verschiedenen Ebenen, der Landwirtschaft, der Gesundheitsfürsorge, der Bildung und der gesellschaftlichen Entwicklung. Damit erfülle sie einen zentralen christlichen Auftrag. Die AGEH solle mitwirken, „empathisch, verständnisvoll mit allen Menschen und der ganzen Schöpfung umzugehen“, und sie zum Dienst am Reich Gottes, zur Solidarität und zum Gemeinwohl zu befähigen, so der Erzbischof.

Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe ist der Personaldienst der deutschen Katholiken für Entwicklungszusammenarbeit und ein staatlich anerkannter Entwicklungsdienst. Der Verein wurde 1959 gegründet und hat seine Zentrale in Köln. Er wird von 25 Mitgliedern getragen, dazu zählen u.a. katholische Entwicklungsorganisationen wie das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, das Kolpingwerk und der Caritasverband. Die AGEH ist zudem einer von neun Trägern des von der Bundesregierung finanzierten Programms „Ziviler Friedensdienst“.

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