Kirche auf Haiti schlägt Alarm wegen Morden

  • Haiti - 30.04.2018

In Haiti schlägt die Kirche Alarm wegen der Zunahme der Gewalt. Allein im ersten Quartal 2018 habe es über 100 Morde im Land gegeben, die Mehrzahl davon im Großraum der Hauptstadt Port-au-Prince. Die bischöfliche Kommission für Frieden und Gerechtigkeit (Jilap) rief die Regierung in dem armen Karibikstaat daher zu verschärften Grenzkontrollen auf.

Es sei unverantwortlich, dass es die Behörden zuließen, dass bewaffnete Gruppen in verschiedenen Gegenden der Hauptstadt ungehindert und zum Teil mit der Unterstützung von Geschäftsleuten oder Politikern agieren könnten, kritisierte Jilap laut Medienberichten vom Wochenende. Notwendig seien Maßnahmen, um den Waffenhandel einzuschränken, dazu zählten auch verstärkte Grenzkontrollen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Direktor des Netzwerkes zum Schutz der Menschenrechte, Pierre Esperance, Drohungen erhalten, nachdem dieser die Sicherheitslage im Land kritisiert hatte. Seit mehr als einem Monat ist zudem der Fotograf Vladjimir Legagneur verschollen, der zu einer Reportage über die Sicherheitslage im Süden von Port-au-Prince unterwegs war.

Chile - 11.01.2018

In den vergangenen zwei Jahren kamen insbesondere Haitianer in großer Zahl nach Chile. Wie Adveniat-Chilereferentin Margit Wichelmann beobachtet, ist allerdings eine regelrechte Mafia entstanden, die immer mehr Menschen ins Land lockt, ums sie auszubeuten.


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Haiti gilt als das ärmste Land Lateinamerikas, was seine Bevölkerung besonders verletzlich durch Naturkatastrophen macht. Vor über einem Jahr hatte der Hurrikan „Matthew“ den Inselstaat getroffen, der immer noch mit den Folgen des Erdbebens vor sieben Jahren kämpft. Damals starben mindestens 300.000 Menschen.

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