Missio: Religionen nicht gegeneinander ausspielen

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  • Interreligiöser Dialog - 27.04.2018

Das Internationale Katholische Missionswerk Missio in Aachen warnt davor, verschiedene Religionen gegeneinander auszuspielen. Auch in Deutschland dürfe das Thema Verletzungen von Religionsfreiheit nicht in der innenpolitischen Diskussion dazu missbraucht werden, eine Art Gesinnungskrieg um eine nationale Identität und gegenseitige Ausgrenzungsdebatten zu führen, sagte Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer am Freitag in einer Mitteilung.

Missio unterstütze deshalb die Vorlage des „Berichts der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit“ an diesem Freitag im Bundestag, mit dem der interreligiöse Dialog weltweit gestärkt werden soll. „Ohne diesen Dialog sind in Krisenregionen, in denen Konflikte durch interessierte politische Kräfte religiös aufgeladen werden, Frieden und Versöhnung nicht möglich“, so Krämer.

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Die Welt verändert sich: Unterschiedliche Kulturen, Nationen und Religionen leben heute Tür an Tür. Die Kirche sieht dies als Bereicherung, denn die Verständigung mit Gläubigen anderer Religionen ist zentraler Bestandteil Ihrer Sendung.


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Die Instrumentalisierung von Religion für ideologische und politische Zwecke sei eine der häufigsten Ursachen für die Verfolgung von Christen und Angehörigen anderer Religionen weltweit, so Krämer. Doch es sei auch wichtig, zu differenzieren: Es gebe zahlreiche ethnische, wirtschaftliche und soziale Ursachen für die Entstehung von Gewalt gegen Angehörige einer Religion. In dem Bericht werde eindringlich davor gewarnt, Religionen gegeneinander auszuspielen, um daraus politisches Kapital zu schlagen. „Das ist für unsere Arbeit sehr wichtig“, betonte Krämer.

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