US-Katholiken wollen Spaltung überwinden

  • USA - 13.04.2018

Die katholischen US-Bischöfe suchen nach Wegen gegen eine fortschreitende Polarisierung innerhalb von Kirche und Gesellschaft. Wie die katholische Nachrichtenagentur CNS am Donnerstag in Washington berichtete, wollen Kardinal Blase Joseph Cupich von Chicago und Erzbischof Jose Horacio Gomez von Los Angeles mit Dutzenden von US-Kirchenführern dazu beraten.

Das Treffen findet vom 4. bis 6. Juni an der Georgetown University in Washington statt. Es solle ein Ausgangspunkt zur Verwirklichung der Vision von Papst Franziskus sein, „aus der Freude des Evangeliums zu leben“, hieß es.

Kardinal Cupich, der innerhalb der US-Kirche als Liberaler gilt, und der eher konservative Erzbischof Gomez wollen bei dem Treffen mit gutem Beispiel vorangehen. „Dies ist ein dringend benötigter Schritt, um die Polarisierung zu überwinden, die wir in unserer Kirche und in unserem Land sehen“, sagte die Beraterin der US-Bischöfe und Mitorganisatorin des Treffens, Kim Daniels. „Diese Polarisierung schadet unserer Evangelisierung und unserem Zeugnis für das Gemeinwohl“, so Daniels, die auch dem Sekretariat für Kommunikation im Vatikan angehört.

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Innerhalb der US-Kirche gibt es Spannungen zwischen konservativen und liberalen Katholiken. Während sich Konservative schwertun mit den Reformbemühungen des Papstes, wünschen sich liberale Gläubige eine stärkere Öffnung der Kirche.

Bei der Versammlung soll den Angaben zufolge auch das neue Apostolische Schreiben des Papstes über „den Ruf zur Heiligkeit in der heutigen Welt“ zur Debatte stehen. Das Dokument „Gaudete et exsultate“ war am Montag veröffentlicht worden.

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