Adveniat-Bischof für Synode zum Thema Frauen

  • Frauen - 13.04.2018

Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck hat die Notwendigkeit einer Bischofssynode zum Thema Frauen bekräftigt. „Die Würde der Frauen ist unbedingt zu achten und zu schützen – in der Gesellschaft wie auch in der Kirche“, sagte der Bischof im Anschluss an die Vollversammlung der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika (CAL) in Rom, deren Mitglied er ist.

„Die Rolle, die Frauen heute von einigen Männern in unserer Kirche zugeschrieben wird, ist so keinesfalls akzeptabel“, so Overbeck. „Ohne Frauen hat die Kirche keine Zukunft.“

Um die Position von (Ordens-)Frauen in Kirche und Gesellschaft zu stärken, hat die CAL eine Weltbischofssynode zum Thema Frauen vorgeschlagen. „Die katholische Kirche, die dem Beispiel Jesu folgt, muss frei sein von jeglichen Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierungen gegenüber Frauen“, heißt es in einer Erklärung der Kommission, die der „Osservatore Romano“ veröffentlichte. Die christlichen Gemeinschaften müssten um Verzeihung für alle Situationen bitten, in denen „sie Komplizen von Anschlägen auf die Würde der Frau waren und sind“. Im Mittelpunkt der Erklärung steht die Lage der Frauen in Lateinamerika. Der CAL gehören 24 zumeist lateinamerikanische Kardinäle und Bischöfe an, unter ihnen auch Adveniat-Bischof Overbeck. An der Vollversammlung teilgenommen hatten auch 14 Frauen.

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Armut, fehlender Zugang zu Bildungs- und Gesundheitsmaßnahmen, sexuelle Ausbeutung, Diskriminierung – dies gehört in vielen Ländern der Erde zum traurigen Alltag von Frauen, dem vermeintlich „schwachen Geschlecht“. Lesen Sie hier, wie die katholische Kirche vielen Mädchen und Frauen weltweit im Kampf für ihre Rechte zur Seite steht.


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„Die Gleichberechtigung von Frauen in Lateinamerika existiert oft nur auf dem Papier“, sagte Adveniat-Bildungsreferentin Stefanie Hoppe. Die internationalen Abkommen, wie beispielsweise die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Diskriminierung von Frauen, würden nicht ausreichend umgesetzt. Ursachen dafür seien ein weit verbreiteter „Machismo“, wie auch festgefahrene Rollenbilder, die unter anderem durch eine teilweise priesterzentrierte Kirche vermittelt würden. „Weil Mädchen und Frauen schlechtere Bildungschancen haben, leiden sie verstärkt unter Armut. Viele Frauen sind Opfer sexueller Gewalt. Zudem führen die Zunahme von häuslicher Gewalt und die Migration der Familienväter dazu, dass immer mehr Frauen allein für die Kindererziehung und das Familieneinkommen sorgen müssen“, so die Lateinamerika-Expertin weiter. Besonders benachteiligt seien arme, indigene und afroamerikanische Frauen. Deshalb unterstütze Adveniat verstärkt Bildungsprojekte für Mädchen und Frauen und Projekte zu Bewusstseinsbildung und Gewaltprävention. „Unverzichtbar sind dabei unsere starken Projektpartnerinnen, insbesondere Ordensfrauen, die oft im Kleinen die Welt vieler Frauen grundlegend verändern. Sie ermöglichen Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnraum und vor allem zeigen sie den benachteiligten Frauen, dass sie wertvoll und gleichberechtigt sind.“

Mehr Infos zu den Projekten auf www.adveniat.de

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