Renovabis legt Schwerpunkt auf Hilfen in der Ukraine

  • Hilfswerke - 12.04.2018

Das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis hat bei seinen Hilfen im Jahr 2017 einen besonderen Schwerpunkt auf die Ukraine gelegt. Das geht aus dem Jahresbericht 2017 hervor, den die Solidaritätsaktion am Donnerstag in Freising vorstellte. Demnach hatten die Hilfen für die Ukraine mit fast 6,8 Millionen Euro den größten Anteil am Projektbudget von Renovabis, also rund 23 Prozent.

Hauptgeschäftsführer Pfarrer Dr. Christian Hartl sieht das Osteuropahilfswerk in der Ukraine besonders in der Pflicht, „anwaltschaftlich für die Menschen da zu sein“. Diese Verantwortung habe Renovabis aber auch in Bezug auf die übrigen 28 Länder, in denen Projekte unterstützt werden. Insgesamt investierte Renovabis 2017 rund 29 Millionen Euro in Projekte in Partnerländern. Das Spektrum der 691 Projekte reichte von Existenzhilfen für Priester und Ordensleute über Tageszentren für benachteiligte Kinder und Jugendliche oder Alten- und Pflegeheime, Ausbildungswerkstätten, Schulen und Stipendien.

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Verständigung in Europa, Versöhnung und Brückenbau: Das sind die Kernthemen des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis im Jahr 2018. Zum 25-jährigen Bestehen greift die Solidaritätsaktion damit ein seit ihrer Gründung zentrales Anliegen auf.


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Die Haushaltssituation des Osteuropa-Hilfswerks war laut Jahresbericht 2017 mit 35,61 Millionen Euro konstant im Vergleich zum Vorjahr mit 35,54 Millionen Euro. Bei den Kollekten und Spenden war nur ein geringfügiges Einnahmeminus zu verzeichnen. Die Spenden betrugen 2017 rund 6,41 Millionen Euro, 2016 waren es 6,46 Millionen Euro. Die Kollekten beliefen sich auf 4,68 Millionen Euro im Vergleich zu 4,75 Millionen Euro 2016. Dieses Minus sei unter anderem auch durch zusätzliche Projektmittel aus einzelnen Diözesen in Höhe von rund 150.000 Euro ausgeglichen worden.

Die Bilanz der Renovabis-Stiftung zeigt gegenüber dem Vorjahr hingegen eine Steigerung mit einem Vermögen in Höhe von mehr als 5,7 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2017. 2016 betrug es noch rund 3,5 Millionen Euro.

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© Renovabis/cze