Erzbischof Schick: Weniger Fleisch essen und Wasser sparen

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  • Ressourcen - 22.03.2018

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ruft dazu auf, bewusster über den Wasserverbrauch nachzudenken. Jeder Einzelne solle der wichtigen Bedeutung von Wasser für alle Menschen auf der Erde mehr Beachtung schenken, sagte Schick laut Mitteilung seiner Pressestelle anlässlich des Weltwassertags am 22. März.

„Das Wasser ist unentbehrliche Lebensgrundlage und zur kostbarsten Naturressource geworden. Derzeit droht es zum wichtigsten und lukrativsten Spekulationsobjekt weltweit zu werden. Das kann auch uns in nicht allzu ferner Zukunft treffen.“ Zum Wassersparen trage etwa bei, weniger Fleisch zu essen.

Schick erklärte: „Egal ob in der Produktion von Fleisch und anderen Lebensmitteln oder auch von Kleidung“ – es werde extrem viel Wasser verbraucht. Weniger Fleisch zu konsumieren oder auch Kleidung zu kaufen, die nicht in extrem trockenen Regionen produziert worden sei, sei daher hilfreich. Um eine Jeans herzustellen, brauche es nämlich rund 6.000 Liter Wasser, das danach verschmutzt sei. Die Gläubigen sollten deshalb über ihren individuellen Wasserverbrauch zum Beispiel beim Auto- und Wäschewaschen, Duschen oder Kochen nachdenken, forderte der Erzbischof.

„Sauberes Wasser ist ein Grundrecht für jeden Menschen und muss es bleiben“, ergänzte Schick. Er verwies darauf, dass eine entsprechende Versorgung mancherorts problematisch sei. So werde im südafrikanischen Kapstadt Wasser seit Monaten rationiert. Auch die Amazonasregion Südamerikas trockne langsam aus. Und in der Sahelzone Afrikas nehme der Wassermangel seit Jahren zu, was zu Konflikten zwischen den Nomaden, die Weideflächen für ihre Viehherden suchten, und den ansässigen Landbauern führe.

Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Er steht dieses Mal unter dem Motto „Nature for Water“. Veranstaltungen rund um den Aktionstag beschäftigen sich mit den Themen Wasserspeicher und -filter. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro.

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