Konferenz zum Thema Menschenhandel

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  • Menschenhandel - 07.02.2018

Am Donnerstag beginnt in Rom die Santa-Marta-Konferenz zum Thema Menschenhandel. Pünktlich zum Welttag gegen den Menschenhandel treffen sich Experten der sogenannten Santa Marta Gruppe an der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, um über moderne Formen des Menschenhandels und der Sklaverei in verschiedenen Regionen zu beraten.

Papst Franziskus hat bereits am Mittwoch bei der Generalaudienz ein Ende des Menschenhandels sowie legale und sichere Einreisewege für Flüchtlinge und Migranten gefordert. Der Papst äußerte sich anlässlich des katholischen Welttags gegen Menschenhandel am morgigen Donnerstag. Dieser steht 2018 unter dem Motto: „Migration ohne Menschenhandel. Ja zur Freiheit! Nein zu Menschenhandel!“.

Die Santa Marta Gruppe wurde auf Initiative der Katholischen Bischofskonferenz von England und Wales 2014 gegründet. Damals kamen Vertreter der Polizei und katholische Bischöfe zusammen, um in Anwesenheit von Papst Franziskus eine historische Erklärung zu unterschreiben, in der sie sich zum gemeinsamen Kampf gegen Menschenhandel verpflichteten.

Die Gruppe ist nach dem Gästehaus Santa Marta benannt, in dem Papst Franziskus seit seiner Wahl zum Nachfolger Petri wohnt. Die Gruppe hat mittlerweile Mitglieder in über 30 Ländern. Bei den vergangenen Tagungen waren auch Organisationen wie Interpol und Europol dabei. Die fünfte Santa-Marta-Konferenz endet am Freitag.

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Laut Schätzungen sind rund 40 Millionen Menschen auf der Welt Opfer von moderner Sklaverei und organisiertem Menschenhandel. Im Kampf gegen den Menschenhandel setzt die Kirche auf internationale und interreligiöse Zusammenarbeit.


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