Erzbischof Schick ruft zum Verzicht auf

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  • Deutsche Bischofskonferenz - 29.01.2018

Erzbischof Dr. Ludwig Schick hat zu mehr Verzicht aufgerufen. Das Verteilen des Reichtums sei eine Aufgabe der Wirtschaft, der Politik, der Kulturen und Religionen, aber auch jedes Einzelnen, sagte Schick am Sonntag beim Don-Bosco-Fest in Nürnberg. Der Erzbischof zitierte Mahatma Gandhi mit den Worten: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ Die Menschen müssten derzeit mehr darüber nachdenken, worauf sie verzichten können, als darüber, was sie sich noch mehr leisten können.

Das Glück der Menschen hänge nicht nur vom Zugang zu den lebenswichtigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern ab. Wer sein Glück mit immer mehr materiellen Gütern absichern und vermehren wolle, vergesse die andere Komponente des Glücks, die menschlichen Beziehungen, letztlich die Liebe, so der Erzbischof.

Die globalisierte und durch die Medien vernetzte Welt bringe die Menschheit in die Situation, dass das Glück der Glücklichen die Unglücklichen noch unglücklicher mache, so der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz. Das habe Flucht aus Afrika, Asien und Lateinamerika in die reichen Länder Europas und Nordamerikas zur Folge.

Schick feierte das Don-Bosco-Fest in der Pfarrei zu den Heiligen Schutzengeln in Nürnberg, in der sich eine große Einrichtung der Salesianer für benachteiligte Jugendliche aus Deutschland und für unbegleitete Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten befindet.

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