Dank an die Sternsinger

Die Sternsinger haben auch in diesem Jahr wieder fleißig für arme Kinder weltweit gesammelt. Hunderttausende Mädchen und Jungen aus den Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten waren in Deutschland unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen. Die Aktion „Dreikönigssingen“ fand in diesem Jahr zum 60. Mal statt unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ Beispielland war Indien.

Wie viele Spenden durch die Sternsinger bei dieser Jahresaktion zusammenkamen, wird das Kindermissionswerk in den kommenden Monaten bekanntgeben. Gute Nachrichten gab es bereits von zwei indischen Mädchen, Jyoti und Neetu aus Firozabad im Bundesstaat Uttar Pradesh. Bislang mussten die beiden von morgens bis abends bunte Glasringe schmelzen – für Schule blieb neben der gesundheitsschädlichen Arbeit keine Zeit. Das ist jetzt anders: Dank des Sternsinger-Partners Dilip Sevarthi können die Mädchen nun weniger arbeiten und stattdessen in der Schule Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. In einem Kinderparlament kämpfen sie zudem gemeinsam für Kinderrechte.

Dank an die Sternsinger

Diese beiden indischen Mädchen können dank der Sternsinger zur Schule gehen.

Kindermissionswerk

Auch ins Europaparlament in Brüssel zogen am 9. Januar wieder Sternsinger-Delegationen aus Belgien, Österreich, Italien (Südtirol), Ungarn, Rumänien und Deutschland. „Vielen Dank für euren Einsatz. Ihr setzt euch damit auch für ein wichtiges christliches Brauchtum ein“, dankte EU-Vizepräsident Rainer Wieland den 20 Sternsingern. „Mit dem Thema Kinderarbeit beschäftigen wir uns natürlich auch im Europäischen Parlament. Die Sternsinger haben heute deutlich gemacht, dass jeder Einzelne etwas tun kann, zum Beispiel beim fairen Einkaufen“, so der EU-Vizepräsident weiter. Bereits zum zehnten Mal trugen die Sternsinger ihren Segen ins Europaparlament.

„Ausbeuterische Kinderarbeit hat schlimme Folgen – überall auf der Welt. Kinder sind schutzlos und werden missbraucht. Sie werden krank und sterben früh“, so die Botschaft der Sternsinger. „Wir fordern, dass der Schutz vor Ausbeutung zum Prüfstein für politische und wirtschaftliche Beziehungen wird“, richtete Julian (13) aus Deutschland den konkreten Appell an die EU-Parlamentarier. „Der Teufelskreis der Armut für die arbeitenden Kinder muss durchbrochen werden“, ergänzte Sina (13) aus Italien (Südtirol). Auch im Büro der COMECE, der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft, kamen die Sternsinger vorbei.

Reportage

Salma ist zwölf Jahre alt. Gemeinsam mit ihrer Familie wohnt sie in dem kleinen Dorf Milik in Nordindien. Wie viele andere Jungen und Mädchen in Milik arbeitet auch Salma als Teppichknüpferin.


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Und natürlich waren sie bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Sie dankte den Kindern für ihren Einsatz und sie schrieben ihre Segensformel „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) in der Kurzform samt Jahreszahl „20+C+M+B+18“ mit Kreide an eine Wand im Kanzleramt. Zuvor hatte bereits Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Sternsinger aus dem Bistum Eichstätt empfangen.

Die jährlich um den Dreikönigstag am 6. Januar stattfindende Sternsingeraktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Veranstaltet wird sie vom Kindermissionswerk und dem BDKJ. Bei der 59. Aktion hatten die Sternsinger bundesweit etwa 46,8 Millionen Euro gesammelt. Seit ihrem Start 1959 sammelte die Aktion mehr als eine Milliarde Euro und unterstützte mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa.


Mit Dank für die Genehmigung zur Zweitveröffentlichung durch den Anzeiger für die Seelsorge finden Sie hier weitere Informationen:

© Kindermissionswerk/cze

Die Aktion „Dreikönigssingen“ fand in diesem Jahr zum 60. Mal statt unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ Beispielland war Indien.


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