Misereor fordert mehr Engagement für Flüchtlinge

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  • Tag des Migranten und Flüchtlings - 12.01.2018

Zum katholischen „Welttag des Migranten und Flüchtlings“ an diesem Sonntag mahnt das Hilfswerk Misereor zu mehr Engagement. „Die politischen Anstrengungen sind bei weitem nicht ausreichend, und vieles ist Stückwerk geblieben“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des bischöflichen Hilfswerks, Pirmin Spiegel, am Freitag in Berlin.

„Die bisherigen Maßnahmen Rückführung, Grenzschutz, Druck und Auslagerung reichen nicht aus und bieten in den wenigsten Fällen echte Zukunftsperspektiven.“

Zwar kämen mittlerweile weniger Menschen nach Europa, so Spiegel. Allerdings sei die Lage der Migranten etwa in Libyen nach wie vor „verzweifelt und unwürdig“. An anderen Orten wie in Syrien würden erneut Menschen in die Flucht getrieben. „Die 'Globalisierung der Solidarität', die Papst Franziskus immer wieder einfordert, sollte für uns alle Aufforderung und Ziel zugleich sein.“

Der Limburger Bischof Georg Bätzing sicherte am selben Tag Menschen in Konfliktregionen die Solidarität und Unterstützung des Bistums zu. „Als Christen im Bistum Limburg fühlen wir uns den Menschen in Ihrem Land sehr verbunden. Wir nehmen Anteil an ihren Sorgen und Ängsten und wollen diese Lasten mit ihnen teilen“, schreibt Bätzing mehreren katholischen Bistümern in Krisenregionen in Kamerun, der Ukraine sowie der Demokratischen Republik Kongo.

Das Bistum Limburg verfolge die Entwicklung in den Konfliktregionen aufmerksam. „Mit hoher Anerkennung schauen wir darauf, wie Sie als Kirche am Ort den Menschen in Not Hilfe anbieten und Projekte starten. Sie nehmen den ganzen Menschen in den Blick und schenken ihnen Zuwendung und Hoffnung, wo diese oft nur schwer erkennbar ist“, heißt es weiter. Bätzing sprach den Menschen in den jeweiligen Regionen Mut zu und dankte ihnen für ihren Einsatz.

Das Bistum stehe bereit, um zu vermitteln und Unterstützung zu leisten, betonte der Bischof. Die Diözese habe bereits in den vergangenen Jahren mit Aktionen für Solidarität mit Menschen in Krisenregionen geworben.

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