5,25 Millionen Euro für Diaspora-Priester

  • Diaspora - 10.01.2018

Priester in der Diaspora sollen in diesem Jahr 5,25 Millionen Euro von den deutschen Katholiken erhalten. Das beschloss das „Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe – Diasporahilfe der Priester“ in Paderborn, wie das Bonifatiuswerk am Mittwoch mitteilte. Die bewilligten Mittel werden für Gehaltsunterstützungen sowie für Verkehrs- und Bauhilfen benötigt.

Durch die festgesetzte Abgabe in Höhe von ein Prozent des Gehaltes ermöglicht jeder Priester in jeder deutschen Diözese die Hilfe für Mitbrüder in Mittel-, Ost- und Nordeuropa. „Ich sehe in der Unterstützung des Diaspora-Kommissariates ein starkes Zeichen der Solidarität von Priestern für Priester. Gerade die stark wachsende Kirche in den nordeuropäischen Ländern ist eine materiell arme Kirche. Sie ist auf die Solidarität der deutschen Katholiken angewiesen“, sagte der Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates und Geschäftsführer des Bonifatiuswerks, Monsignore Georg Austen.

Dieses Jahr werden demnach die Seelsorger im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz mit 4,45 Millionen Euro und in Mittel- und Osteuropa mit 670.000 Euro unterstützt. Der Großteil der Mittel, bis zu 2,65 Millionen Euro, werde für Gehaltsunterstützungen der Priester in Nordeuropa benötigt. Mit bis zu 300.000 Euro sollen Fahrzeuge in den großen Flächengemeinden in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island finanziert werden. Für den Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen sind 1,5 Millionen Euro eingeplant.

Die Hilfen des Diaspora-Kommissariates werden zweckgebunden über das Bonifatiuswerk weitergeleitet. Die Mittel werden durch den Vergabeausschuss verteilt. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern der Bischöfe aus Paderborn, Fulda und Osnabrück, der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte und des Bonifatiuswerkes.

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