Missio blickt zum Afrikatag auf Kongo

  • Hilfswerke - 14.12.2017

Zum Afrikatag im Januar 2018 richten Missio München und Missio Aachen den Blick auf die Kirche in der Demokratischen Republik Kongo. Dort gibt es unzählige Dörfer wie Kasongo im Südosten des Landes: abgelegene Siedlungen, wo nie ein Bus hält, ohne Schule und ohne Krankenstation. Die Menschen sind bitterarm und der Regierung egal. Pfarrer Gustave Kileya Mukobe sind sie es nicht.

Der 44-Jährige kümmert sich in Kasongo und in fünf weiteren Dörfern seit vier Jahren als Gemeindepfarrer um die Bewohner. Für viele ist er die einzige Verbindung zur Welt außerhalb des Dorfes – die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben.

Die Armut der Menschen schmerzt mich, sagt Pfarrer Gustave. Außer ein paar Kleidungsstücken besitzen die Menschen fast nichts. Die Kinder gehen barfuß – Schuhe bekommen sie erst, wenn sie den zweistündigen Weg zur Schule im Nachbardorf gehen. Der Weg ist sehr weit, doch immerhin gibt es dank der Kirche nun wenigstens diese eine Bildungsmöglichkeit für die Kinder, betont der Gemeindepfarrer.

Der heutige Hilfsansatz setzt auf die Ausbildung von einheimischen Priestern. Sie sind in vielen Ländern die einzigen Hoffnungsträger für die Menschen, die unter Armut, Hunger und Unterdrückung leiden. Im Blickpunkt des Afrikatags 2018 steht die Arbeit der Kirche im Osten der DR Kongo.

Vom 1. bis 14. Januar findet in den deutschen Diözesen die Kollekte für Afrika statt. Die weltweite Kollekte ist traditionell mit dem Fest der Erscheinung des Herrn verbunden. Die genauen Termine für die Kollekte in Ihrer Diözese finden Sie hier.

© Missio München/Missio Aachen

Afrikatag

„Damit sie das Leben haben”, lautet das Leitwort zum Afrikatag 2018, den die katholische Kirche im Januar begeht. Die Kollekte an diesem Tag ist die älteste gesamtkirchliche Sammlung der Welt: 1891 rief sie Papst Leo XIII. ins Leben. Er bat um Spenden für den Kampf gegen die grausamen Menschenjagden der Sklavenhändler auf dem Schwarzen Kontinent. Heute bitten die deutschen Bischöfe und Missio um Hilfe für afrikanische Priester und Ordensfrauen. Sie sind in vielen Ländern die einzigen Hoffnungsträger für die Menschen, die unter Armut, Hunger und Unterdrückung leiden. Die Kollekte ermöglicht es, Priester und Ordensfrauen in den bedürftigsten Ländern des Kontinents für Seelsorge und Sozialarbeit auszubilden. Im Blickpunkt der diesjährigen Aktion steht die Arbeit der Kirche in der Demokratischen Republik Kongo.

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Weitere Informationen, Materialien und Gottesdienstbausteine zum Afrikatag 2018 finden Sie unter www.missio-hilft.de und www.missio.com.

Reportage

Eine Reportage über die Einsatz des Pfarrers Gustave Mukobe für die arme Bevölkerung des Kongo.

 

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