Katholischer Priester auf den Philippinen ermordet

  • Philippinen - 05.12.2017

Auf den Philippinen ist ein katholischer Priester und Menschenrechtler ermordet worden. Der 72-jährige Marcelino „Tito“ Paez sei Montagabend in der Provinz Nueva Ecija auf der Insel Luzon von unbekannten Männern auf offener Straße erschossen worden, berichteten örtliche Medien.

Die Polizei werde alles tun, um die Tat aufzuklären, betonte Harry Roque, Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte, in einer auf der Webseite der staatlichen Nachrichtenagentur PNA veröffentlichten Erklärung. Zugleich warnte er davor, das Attentat vorschnell als „politischen Mord“ zu deklarieren.

Roberto Mallari, katholischer Bischof des zuständigen Bistums San Jose, verurteilte die Tat. Paez habe sich als Koordinator der „Rural Missionaries of the Philippines“ in Zentralluzon für die Rechte der Armen und Bauern eingesetzt.

Die Philippinen gelten weltweit als eines der gefährlichsten Länder für Menschenrechtler, Umweltaktivisten und kritische Journalisten. Immer wieder werden auch katholische Priester und Missionare Opfer von Anschlägen.

© KNA

Interview - 20.11.2017

Auf den Philippinen will kein junger Mensch noch Bauer werden, denn die Bauern gelten als „Loser“. Sie sind  die Verlierer einer aggressiven Agrarindustrie, die die Rechte der Bauern mit Füßen tritt, berichtet der Jesuit Pedro Walpole.


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