Marx warnt vor Partikularinteressen bei Klimagipfel

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  • Klimagipfel - 14.11.2017

Mit Blick auf die nun beginnende entscheidende Phase des in Bonn stattfindenden UN-Klimagipfels mahnt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx zur Zusammenarbeit: „Weder bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin noch bei den Weltklimaverhandlungen in Bonn dürfen Partikularinteressen einseitig im Vordergrund stehen. Es geht um nichts weniger als um das Weltgemeinwohl, das durch den ungehemmten CO2-Ausstoß gefährdet ist. Wir können nicht länger auf Zeit spielen, sondern müssen beherzt handeln.“

Es müssten endlich weitere Schritte zur Reduktion der klimaschädlichen Emissionen getan werden. Ebenso fordert der Kardinal von den Industrieländern die Finanzierung von Maßnahmen zur Eindämmung der durch den Klimawandel bedingten Schäden und Verluste in ärmeren Ländern.

Kardinal Marx erinnert in diesem Zusammenhang an die Enzyklika Laudato si’, in der Papst Franziskus unterstreicht, dass „die wirtschaftlichen und sozialen Kosten für die Benutzung der allgemeinen Umweltressourcen offen dargelegt sowie von den Nutznießern voll getragen werden [müssen] und nicht von anderen Völkern oder zukünftigen Generationen“ (Laudato si’ 195). Die Sorge um das „gemeinsame Haus“, die der Papst einfordert, sei auch allen Politikern aufgetragen.

Zu der seit dem 6. November 2017 tagenden Weltklimakonferenz (COP 23) werden ab Mittwoch Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt erwartet. Ziel ist, für das 2015 in Paris beschlossene Klimaabkommen ein Regelwerk zu erarbeiten, das die Überprüfung der Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ermöglicht.

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