Papst an COP23: Klimaschutz geht alle an

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  • Vatikan - 08.11.2017

Papst Franziskus hat mehr Solidarität beim Klimaschutz gefordert. Umweltschutz sei eine Herausforderung, die alle angehe, schrieb er in einer Botschaft an die Teilnehmer des 23. UN-Klimagipfels (COP23) in Bonn, die der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte. Der Klimawandel sei „eines der besorgniserregendsten Phänomene“ und eine komplexe Herausforderung, so der Papst.

Es sei deshalb besonders wichtig, „den Willen zur Zusammenarbeit hoch zu halten“. Scharf verurteilte Franziskus beim Klimaschutz „vier perverse Verhaltensweisen“: Abstreiten, Gleichgültigkeit, Resignation sowie „Vertrauen in unangemessene Lösungen“. Dies alles könne den Dialog über die Zukunft des Planeten zerstören.

Nach wie vor gebe es eine „schwere ethische und moralische Verantwortung, unverzüglich zu handeln“, und dies „so frei wie möglich von politischem und wirtschaftlichem Druck“. Es sei nötig, „tatsächlich wirksame Entscheidungen“ zu treffen, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen, Armut zu bekämpfen und eine „wahrhaftig allumfassende menschliche Entwicklung“ zu fördern, so der Papst.

Franziskus regte an, dass einige Länder eine Vorreiterrolle zum Klimaschutz übernehmen könnten, und dabei auch die Bedürfnisse besonders schwacher Völker im Blick behalten. Ein rein technisch-wirtschaftlicher Ansatz reiche nicht; es sei eine Plicht, kurz-, mittel- und langfristig auch ethische sowie soziale Auswirkungen des Klimawandels zu bedenken.

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