Menschen in Burkina Faso leiden unter Folgen des Klimawandels

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  • Burkina Faso - 06.11.2017

Die Menschen in Burkina Faso leiden nach den Worten von Erzbischof Paul Yemboaro Ouedraogo bereits jetzt massiv unter den Folgen des Klimawandels. „Die Landwirte haben nicht mehr ihre althergebrachten Bezugspunkte“, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Burkina Faso am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

„Früher wartete man die ersten Regenfälle ab und brachte dann die Saat aus“, so der Erzbischof von Bobo-Dioulasso. Damit sei nun Schluss. Denn heute wüssten die Menschen nicht mehr, ob die Saat dann auch aufgehe. Statt weiteren Regens folgten nicht selten Trockenperioden und die Saat verdorre. Nach der Ernte setzten oft plötzliche Regenfälle ein, und das Getreide könne in den Speichern nicht mehr trocknen, weil es zu feucht sei.

Burkina Faso liegt zu Teilen in der Sahel-Zone, in der ohnehin schwierige Bedingungen für Landwirte herrschen. Der westafrikanische Staat zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. „Wenn man eine Regenzeit von vier Monaten Dauer hat, zählt jeder Tag, jede Woche“, erläuterte Ouedraogo. „Wenn Sie diese Periode verpassen, dann öffnet sich die Tür zum Hunger und Nahrungsmittelmangel.“

Burkina Faso war in diesem Jahr Beispielland für den Monat der Weltmission des Päpstlichen Hilfswerks Missio. Am Montag beginnt in Bonn die Weltklimakonferenz. Dort wollen rund 25.000 Delegierte über den Kampf gegen den Klimawandel beraten.

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