Transfair meldet Absatzrekord bei Lebensmitteln

  • Fairer Handel - 09.10.2017

Einen Rekord bei fair gehandelten Produkten in Deutschland vermeldet der Verein Transfair. Im ersten Halbjahr 2017 sei der Absatz von Fairtrade-Produkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 82.000 Tonnen gestiegen, teilte Transfair am Montag auf der Lebensmittel-Fachmesse „Anuga“ in Köln mit.

Absatzstärkste Produkte seien Röstkaffee mit 8.800 Tonnen (plus 10 Prozent), Südfrüchte mit 46.000 Tonnen (plus 23 Prozent), Kakaobohnen mit 14.200 Tonnen (plus 22 Prozent) und Fruchtsaft mit rund 7.800 Litern (plus 9 Prozent).

2017 sei es zudem gelungen, das Fairtrade-Rohstoff-Programm auf alle Produkte außer Bananen und Kaffee auszuweiten, hieß es. Dieses Programm gewähre nicht nur einen fairen Handel, sondern auch einen fairen Rohstoffeinkauf.

Transfair wurde 1992 gegründet. Ziel ist laut eigenen Angaben, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika über den fairen Handel zu unterstützen, so dass diese ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen selbstbestimmt verbessern können. Zudem will der Verein das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum stärken.

Transfair-Geschäftsführer Rüdiger Meyer verwies auf die strengen Standards und Zertifizierungen des Vereins. Über 100 Experten prüften in Anbauländern und innerhalb der Lieferkette, ob Produzenten und Händler diese einhielten und so die sozialen, ökonomischen und ökologischen Anforderungen erfüllten. Dies sei Kern für einen langfristigen Erfolg des fairen Handels.

Die Messe „Anuga“ war am Samstag in Köln eröffnet worden. Sie endet am Mittwoch. Auf ihr präsentieren sich 7.400 Aussteller aus der gesamten Lebensmittelbranche. Partnerland ist in diesem Jahr Indien.

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