Gepa setzt zur Fairen Woche auf den „Kaffeekontinent“ Afrika

  • Gepa - 22.09.2017

Wie Fairer Handel ugandischen Kaffeebauern einen Marktzugang verschafft, hat die Fair Handelsorganisation Gepa im Rahmen einer Veranstaltung zur diesjährigen Fairen Woche in Wuppertal dargestellt. Die bundesweite Aktionswoche findet vom 15. bis 29. September zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzenten im Globalen Süden“ statt.

Bei der Verkostung im Gepa-Kaffeelabor war Stanley Maniragaba, Betriebsleiter des Genossenschaftsverbands ACPCU (Ankole Coffee Producers‘ Co-operative Union), aus Afrika zu Gast. Er betonte, dass die Gepa ihm den Zugang zum europäischen Markt geöffnet und ihn ermutigt habe, auf Bio-Kaffee umzustellen. „Die Gepa bedeutet uns viel, weil wir neben fairen Preisen auch Vorfinanzierung zu deutlich günstigeren Konditionen erhalten, als es bei Banken üblich ist“, sagte er.

Bei der Verkostung im Gepa-Kaffeelabor war Stanley Maniragaba aus Afrika zu Gast.

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Gepa-Einkaufsmanagerin Kaffee, Franziska Bringe, ergänzte: „Da wir die Genossenschaften kennen, von denen wir Kaffee beziehen, konnten wir z.B. mit ACPCU gemeinsam diese besondere Robusta-Qualität entwickeln. Wir wollen generell noch mehr Rohkaffee aus Afrika als dem ‚Kaffeekontinent‘ importieren – hier gibt es hervorragende Qualitäten.“

Die Gepa will künftig noch mehr Produkte aus Afrika anbieten. Gepa-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger: „Wir möchten lebendige Eindrücke jenseits der Klischees vermitteln und die Menschen hinter den Produkten zeigen.“

Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl sagte Schaumberger: „Wir unterstützen die Visionen und Forderungen des Forums Fairer Handel an die Bundesregierung, kleinbäuerliche Landwirtschaft und ökologischen Anbau an Stelle von Agrarindustrie zu fördern. Jetzt haben alle Wählerinnen und Wähler die Chance, diese Forderungen zu unterstützen.“ Auf der Homepage des Forums finden sich die für den Fairen Handel wichtigen Inhalte auch als „Wahlprüfsteine“.

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