Radio wird in Krisenregionen Afrikas wichtiger

  • Afrika - 10.09.2017

Das Radio wird in Krisenregionen Afrikas und Asiens als Instrument der Friedenserziehung und der Seelsorge immer wichtiger. Dieser Überzeugung ist Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes Missio in Aachen. Anlass seiner Äußerung ist der Welttag der sozialen Kommunikationsmittel.

Deshalb habe Missio Aachen in den vergangenen fünf Jahren 27 kirchliche Radioprojekte in elf afrikanischen und asiatischen Ländern mit rund 2,1 Millionen Euro unterstützt. „In der internationalen Medienpolitik und Entwicklungszusammenarbeit muss das Radio stärker gefördert werden, es ist kein veraltetes Kommunikationsmittel“, fordert Prälat Krämer.

Mit dem Radio erreichten die Missio-Partner die Menschen auch noch, wenn es keine Telefonnetze gebe, die Infrastruktur für Informationstechnologie kaum ausgebaut sei, durch Kriege und Gewalt zerstört wurde oder die Rate an Analphabeten in einer Gesellschaft sehr hoch sei.

Missio unterstütze etwa in der Zentralafrikanischen Republik das Radio einer interreligiösen Plattform, die von der katholischen, evangelischen und muslimischen Gemeinde getragen werde. „Über dieses Radio laufen Friedensaufrufe, werden religiöse Vorurteile aufgeklärt, Tipps für den Alltag gegeben“, so Prälat Krämer. „Für dieses bürgerkriegsgeschüttelte Land ist die Wirkung dieser Präventionsarbeit überlebensnotwendig.“ Ein weiterer Schwerpunkt der Missio-Radioförderung liege im Sudan und Südsudan.

© Missio

Nigeria - 30.06.2017

Viele Menschen im Nordosten Nigerias sind auf der Flucht vor den Terrormilizen von Boko Haram. Ein irgendwie geordnetes Leben ist für sie so weit weg wie die Erde vom Mond. Faruk Dalhatu und seine 56 Mitarbeiter von Radio Dandal Kura wollen das ändern.


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