Pakistans Christen fordern Schutz vor Diskriminierung

  • Pakistan - 14.08.2017

Christen in Pakistan fordern ein Gesetz gegen religiöse Diskriminierung. „Ein solches Gesetz sollte Diskriminierung – besonders eine aus religiösen Gründen –, konkrete Gründe für eine Strafverfolgung sowie die Strafen definieren“, heißt es in einer Resolution christlicher Bürgerrechtsorganisationen in Pakistan. Das berichtete der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Montag.

Die Resolution sei auf einer Konferenz zum Thema religiöse Vielfalt in Pakistan in Lahore verabschiedet worden. Die Tagung war unter anderem von der Kommission für Frieden und Gerechtigkeit der katholischen Bischofskonferenz organisiert worden.

Veröffentlicht wurde die Resolution wenige Tage vor dem 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Pakistans anlässlich des „Tages der Minderheiten“ am 11. August. Dieser war 2009 vom damaligen Minister für Minderheiten, Shahbaz Bhatti, eingeführt worden. Zwei Jahre später war der Christ von militanten Muslimen ermordet worden, weil er für eine Reform des Blasphemiegesetzes eingetreten war.

Pakistan - 16.06.2017

Missio Aachen hat seine Sorge um die zum Tode verurteilte pakistanische Christin Asia Bibi zum Ausdruck gebracht. „Wir machen uns große Sorgen um Asia Bibi, weil ihre Berufungsverhandlung immer weiter verschleppt wird“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von Missio in Aachen.


Artikel lesen

Christen sind wie Hindus und andere Religionen im mehrheitlich islamischen, von Terror und Gewalt geplagten Pakistan eine unterdrückte Minderheit. Am 14. August 1947 wurde Pakistan von Großbritannien unabhängig und ging dabei aus der Teilung Indiens hervor. Anschließend kam es zu einem Massenexodus. Hindus aus Pakistan flüchteten nach Indien und Muslime aus Indien nach Pakistan. Gewaltausbrüche kosteten bis zu einer halbe Million Menschen das Leben.

© KNA