Kardinal betet für atomwaffenfreies Korea

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  • Südkorea - 11.08.2017

Der südkoreanische Kardinal Andrew Yeom Soo-jung hat einen Friedensappell an die Machthaber der koreanischen Halbinsel und die international betroffenen Mächte gerichtet. „Ich bete für Nordkorea, einer Entnuklearisierung auf der Halbinsel zuzustimmen, die bewaffnete Konfrontation aufzugeben und an den Verhandlungstisch zu kommen, um so die Spannungen zu lindern“, erklärte er am Donnerstag zum bevorstehenden Nationalfeiertag.

Yeom äußerte „tiefe Besorgnis“ über die nordkoreanische Nuklear- und Raketen-Krise. „Ich fordere die Führung auf, Frieden als obersten Weg zu betrachten und weiterzuverfolgen und unsere Gesellschaft auf den Weg zum Gemeinwohl zu führen.“ Echter Friede lasse sich nicht durch ein Gleichgewicht der Macht erreichen, sondern durch Aktivitäten, die auf Nächstenliebe basierten, so der Kardinal von Seoul weiter.

Der Nationalfeiertag erinnert an die Unabhängigkeit Koreas am 15. August 1945 von der japanischen Kolonialherrschaft. An diesem Tag, an dem die katholische Kirche das Fest Mariä Himmelfahrt begeht, will Kardinal Yeom einen Festgottesdienst in der Myeongdong-Kathedrale von Seoul feiern.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen Nordkorea im Ernstfall mit „Feuer und Zorn“ gedroht. Dessen Machthaber Kim Jong-un hatte daraufhin einen Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam ins Gespräch gebracht. In einer erneuten Antwort vom Donnerstag verstärkte Trump seine Drohungen gegen Nordkorea nochmals.

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