Jesuiten: Lage in Ostafrika „Katastrophe von beispiellosem Ausmaß“

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  • Ostafrika - 26.07.2017

Die Jesuiten der Provinz Ostafrika zeichnen ein düsteres Bild von der Lage in der Region:  „Das Leid der Menschen steigert sich zu einer Katastrophe von beispiellosem Ausmaß, da keine Vorhersagen möglich sind, wie lange die Dürre und die bewaffneten Konflikte andauern werden,“ sagte der Jesuit Corbinian Kyara laut der Jesuitenmission in Nürnberg.

Während in Kenia Trockenheit zu einer Hungersnot geführt habe, verschlimmere im Südsudan der Bürgerkrieg die Situation: „Die Menschen in den betroffenen Regionen – vor allem Kinder und Frauen – benötigen dringend Zugang zu Nahrung und medizinischer Versorgung sowie psychologische Hilfe,“ so der Jesuit.

Vor allem im Bürgerkriegsgebiet im Südsudan eskaliert die Situation in der Dürreregion. Mit einem Notfallprogramm versuchen die Jesuiten die Grundversorgung aufrecht zu erhalten. Doch ihre Mittel sind begrenzt.

Die Jesuiten der Provinz Ostafrika unterhalten Projekte in sechs ostafrikanischen Ländern: Kenia, Uganda, Tansania, Südsusan, Sudan und Äthiopien. Die Auswirkungen von Dürre und Hungersnot erleben die Jesuiten und ihre Mitarbeiter daher täglich in ihren Schulen und Gemeinden. Die Klassenzimmer der meisten öffentlichen und privaten Schulen werden angesichts der Lebensmittelknappheit immer leerer, da sich ganze Familien auf die Suche nach Nahrung und Wasser machen. Hunderte Familien wenden sich hilfesuchend an die Pfarreien; die Grundversorgung bricht zusammen, in den Bürgerkriegs-Regionen sind viele Menschen ohne Schutz und Obdach.

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