UN untersuchen Religionsfreiheit in Indien

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  • Indien - 05.05.2017

Am Donnerstag hat in Genf eine Anhörung zur Religionsfreiheit in Indien vor dem UN-Menschenrechtsrat stattgefunden. Dabei floss ein mithilfe des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio Aachen erarbeitetes Gutachten mit ein, bei dem ein christliches Autorenkollektiv über Verletzungen der Menschenrechte von Minderheiten, Christen und Muslimen in Indien berichtet.

Der Menschenrechtsrat gibt am kommenden Dienstag die Ergebnisse aus dieser Anhörung und Verbesserungsvorschläge an die indische Regierung bekannt. Missio Aachen begleitet den Einsatz für mehr Menschenrechte in Indien derzeit auch mit der Petition #freeourhusbands.

Petition

Dieses Mal sind es Männer, die befreit werden müssen: Im indischen Bundesstaat Odisha fordern Christinnen die Freilassung ihrer unschuldig zu lebenslanger Haft verurteilten Ehemänner. Das Internationale Katholische Missionswerk Missio unterstützt sieben dieser Frauen mit der Petition #freeourhusbands.


Zur Petition

In dem Bericht des von Missio Aachen geförderten Autorenkollektivs werden die indigene Bevölkerung Indiens, die Angehörigen der sogenannten Kastenlosen und Frauen in den Blick genommen. Aufgezählt werden Einschüchterungen und Vertreibungen von Grundstücken, Hassreden gegen Minderheiten und Versuche der Zwangskonvertierung zum Hinduismus.

Auch gewalttätige Ausschreitungen gegen ethnische und religiöse Minderheiten nähmen zu und blieben für die Täter ohne Konsequenzen, da sie zum Teil durch Behörden und Sicherheitskräfte gedeckt würden. Die Vereinten Nationen unterziehen nach 2008 und 2012 jetzt zum dritten Mal Indien einer Menschenrechts-Untersuchung.

© Missio/cze