Christen in Europa fordern Solidarität

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  • Europa - 27.03.2017

Zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge hat die Initiative Christen für Europa (IXE) am vergangenen Wochenende in Paris eine Erklärung verabschiedet, in der sie die Regierungen in Europa auffordert, sich im Geist der Römischen Verträge für mehr geschwisterliche Solidarität unter den Völkern Europas einzusetzen.

Es seien Reformen notwendig, die die EU aus dem aktuellen Stillstand befreiten, unterstreicht die Erklärung, die von Vertretern aus elf Nationen, unter anderem aus Polen, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Belgien und Deutschland verabschiedet wurde.

„Die Rückkehr zum Geist der Solidarität, des gegenseitigen Respekts und zu dem Bewusstsein um die Lasten und Leiden der Anderen ist die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit eines solchen gemeinsamen Projektes“, heißt es in der Erklärung. „Die Verbindung der Völker Europas gilt nicht nur dem Kampf gemeinsamer Bedrohungen. Es geht auch darum, einander Respekt zu zollen, wenn man bedenkt, was wir uns gegenseitig schulden.“

Die Pläne für die politische und wirtschaftliche Wiederbelebung Europas müssten an den größten sozialen Herausforderungen ansetzen und eine gemeinsame Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie der EU müsse die verschiedenen historischen Bezüge und individuellen Bedrohungen wahrnehmen. „Als Europäer sind wir stolz auf unser soziales Gesellschaftsmodell, das auf der Menschenwürde jedes Einzelnen beruht. Doch muss dies übersetzt werden unter der Wahrung unserer kulturellen Vielfalt und in gemeinsame Anstrengungen münden, Menschen Schutz zu bieten, die vor bewaffneten Konflikten und Verfolgung fliehen,“ so das Schreiben.

Wortlaut der Erklärung

© ZdK

Initiative Christen für Europa

Die Initiative Christen für Europa (IXE) ist ein Zusammenschluss engagierter katholischer Laien in Europa, initiiert unter anderem vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und den Semaines Sociales de France. Sie verfolgen das Ziel, die Begegnung von Christen in Europa, die die Soziallehre der Kirche weitertragen möchten, zu fördern, und ein besseres gegenseitiges Kennenlernen und Verständnis geschichtlicher und kultureller Unterschiede zu ermöglichen.

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