„Millionen droht der Hungertod“

  • Afrika - 27.03.2017

Millionen Menschen am Horn von Afrika droht der Hungertod – davor warnen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Eine langanhaltende Dürreperiode in der gesamten Region und der Bürgerkrieg im Südsudan haben zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass in der Region mehr als 20 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind.

Neben dem Südsudan sind besonders Uganda, Kenia, Somalia und Äthiopien von den katastrophalen Entwicklungen betroffen. Die extreme Trockenheit hat das Weideland der Hirten und Nomaden veröden lassen. Im Südsudan verschlimmert der lang anhaltende Bürgerkrieg die Lage weiter. Im Südsudan und in Kenia wurde der nationale Notstand ausgerufen.

„Die Krise wird dadurch verschärft, dass die Menschen nicht nur unter Hunger und Mangelernährung leiden, sondern viele vor der andauernden Gewalt auf der Flucht sind. Die Situation in den Flüchtlingslagern ist dramatisch“, so Kardinal Marx. Für die katholische Kirche sind Caritas international, das auf Katastrophenhilfe spezialisierte Werk des Deutschen Caritasverbandes, und das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, für die evangelische Kirche die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Partnern vor Ort tätig.

Sie stellen den notleidenden Menschen Lebensmittel und Saatgut zur Verfügung und eröffnen ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zugleich wird an einer dauerhaften Ernährungssicherung und an der Entwicklung klimatisch angepasster landwirtschaftlicher Methoden gearbeitet. Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm bitten um großzügige Unterstützung für die Arbeit der Hilfswerke.

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