Adveniat hilft Überschwemmungsopfern in Peru

  • Peru - 20.03.2017

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat stellt 30.000 Euro als Soforthilfe für die Opfer der Überschwemmungen in Peru zur Verfügung. Die bisherige Bilanz der stärksten Niederschläge seit 18 Jahren in Lima und den nördlichen Regionen des Landes: 62 Tote, elf Vermisste, insgesamt mehr als eine halbe Million direkt von den Überschwemmungen und den Erdrutschen betroffene Menschen, 62.000 haben ihr Obdach verloren. Bereits seit Ende Dezember kommt es regelmäßig zu heftigen Unwettern, die zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen führen.

„Mit der Soforthilfe des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat können wir die Opfer mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten sowie Decken und Kleidern versorgen“, sagt der Generalsekretär der peruanischen Bischofskonferenz, Bischof Norbert Strotmann von Chosica. Über ihre Gemeindestruktur habe die katholische Kirche die Möglichkeit, die Hilfe bis in den letzten Winkel des Landes zu bringen, sodass auch wirklich die am stärksten betroffenen Menschen erreicht werden.

„Die Menschen in Peru aber auch in den anderen Ländern an der Ostküste Lateinamerikas leiden unter immer extremeren Wetterphänomenen: Lange Trockenzeiten werden von heftigen Starkregen abgelöst“, erklärt die Peru-Referentin des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Rebekka Taschbach.

Klimawandel mit schuld an El Niño

Im Süden Perus macht den Menschen extreme Kälte und Schneefall zu schaffen. Klimaforscher sind sich weitestgehend einig, dass der von den Industriestaaten verursachte Klimawandel das Wetterphänomen El Niño über dem Pazifik verstärkt, wodurch sich extreme Wettereignisse an der südamerikanischen Ostküste häufen.

„Mit unserer langfristigen Projektarbeit unterstützen wir die Menschen vor Ort darin, Strategien zu entwickeln, wie sie die Folgen von Überschwemmungen, aber auch von extremen Trockenperioden zumindest mildern können“, so Peru-Expertin Taschbach. Zerstörte Straßen und Brücken, kaputte Schulen und fortgeschwemmte Ackerflächen – all diese Schäden würden das Leben der Menschen in Peru noch lange einschränken.

© Adveniat