Trierer Bischof: „Kein Konsum zulasten der Armen“

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  • Fastenaktion - 06.03.2017

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann mahnt einen bewussteren und die Interessen aller Menschen berücksichtigenden Lebensstil in Deutschland an. „Wir wissen sehr genau, dass unsere Weise zu konsumieren und Ressourcen dieser Erde zu verbrauchen zulasten der Armen geht, und doch tun wir uns schwer, unsere Lebensweise umzustellen,“ sagte Ackermann am Sonntag beim Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen Misereor-Fastenaktion im Trierer Dom.

„Solange so viele Menschen wie bisher, vor allem in den Ländern des Südens dieser Erde, reeller Lebenschancen beraubt bleiben, bleiben auch Frieden und Sicherheit international gefährdet. Da helfen auf Dauer keine Zäune und Mauern, so hoch und so lang sie auch sein mögen.“

Schwerpunkt Burkina Faso

Die Fastenaktion steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Welt ist voller Ideen. Lass sie wachsen.“ und stellt die Innovationskraft afrikanischer Bauern in den Blickpunkt. Dabei thematisiert das Werk für Entwicklungszusammenarbeit bei zahlreichen Veranstaltungen während der Fastenzeit in ganz Deutschland insbesondere die Lage in Burkina Faso, einem jener Länder der Welt mit einem besonders hohen Anteil an Menschen, die unter der Armutsgrenze leben.

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor, eröffnete die Fastenaktion 2017 mit dem Hinweis darauf, dass Burkina Faso übersetzt heiße: „Land der aufrechten Menschen“. „Aufrechten Menschen bin ich in den Projekten unserer Partner begegnet. Sie suchen nach Möglichkeiten, die Lebensbedingungen ihrer Familien zu verbessern. Ihre Ideen sollen wachsen. Dafür brauchen sie unsere Unterstützung: finanziell durch unsere Spenden und politisch durch unser Eintreten für ihre Anliegen.“

Neuer Blick auf Afrika

Es brauche einen Perspektivwechsel auf Afrika: Es dürfe nicht allein als Kontinent der Krisen, Katastrophen, Krankheiten, Kriege und Korruption gesehen werden. Afrika sei viel komplexer, eine Weltregion, wo Menschen mit großem Ideenreichtum, mit Findigkeit und beeindruckendem Durchhaltevermögen an der Lösung ihrer Probleme arbeiten.

Bis zum Ostersonntag sammelt Misereor in bundesweit mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden Spenden für seine Projekt- und Lobbyarbeit weltweit. Am 5. Sonntag der Fastenzeit, dem 2. April, werden die Gläubigen in allen katholischen Gottesdiensten über die Arbeit von Misereor informiert und um Unterstützung gebeten. Die Kollekten in den katholischen Pfarrgemeinden erbrachten im vergangenen Jahr bundesweit rund zwölf Millionen Euro.

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Dossier - 06.03.2017

Unter dem Leitwort „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen“ rückt die Fastenaktion 2017 Menschen in den Mittelpunkt, die in Burkina Faso, am Rande der Sahelzone, ideenreich und mit neuen Methoden ihre Versorgung sichern.

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