Missio: „Extremisten dürfen nicht Oberhand gewinnen“

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  • Burkina Faso - 13.02.2017

Der Präsident des katholischen Missionswerks misso München, Wolfgang Huber, hat Burkina Faso als ein Vorbild für Dialog und Toleranz zwischen den Religionen hervorgehoben. Doch dieses Modell sei an seinen Rändern bedroht, sagte Huber, der sich derzeit zu einem Besuch in dem westafrikanischen Staat aufhält.

Die Tuareg-Rebellion von 2012 und die Machtübernahme durch Islamisten in Nord-Mali destabilisierten die gesamte Region. Vor einem Jahr hatte ein islamistischer Terroranschlag Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou erschüttert.

Es sei unerlässlich, Menschen guten Willens zusammenzubringen und darin zu unterstützen, die Zukunft des Landes gemeinsam zu gestalten, betonte der Präsident des Hilfswerks. Extremisten dürften nicht die Oberhand gewinnen. Die Bevölkerung des Landes bekennt sich zu 60 Prozent zum Islam. Christen stellten 29 Prozent der Einwohner.

Missio München fördert nach eigenen Angaben die Arbeit des burkinischen Bischofs Joachim Ouedraogo, der den Dialog der Religionen in seinem Heimatland vorantreibt. Sorge mache diesem jedoch, dass junge Männer zum Studium nach Libyen und Saudi-Arabien gingen und dann radikalisiert zurückkehrten. Dazu komme das aggressive Auftreten der Prediger von evangelikalen Freikirchen.

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Dossier - 13.02.2017

Interreligiöser Dialog

Unterschiedliche Kulturen, Nationen und Religionen leben heute Tür an Tür. Die Kirche sieht dies als Bereicherung, denn die Verständigung mit Gläubigen anderer Religionen ist zentraler Bestandteil Ihrer Sendung.

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